
In 2024 waren wir bei insgesamt 17 Lauf-, Triathlon- und Rad-Veranstaltungen aktiv. Es waren einige Klassiker wie der Fischhallenlauf, der Itzehoer Störlauf oder der Kiel Triathlon darunter. Aber auch neue Veranstaltungen waren Teil der Wittenseer Aktiv Tour wie bspw. der erstmalig ausgetragene Holtsee Lauf oder auch die Matschfuss Gravelbike Rennen – beide Veranstaltungen wurden hervorragend von den Aktiven angenommen. Der Trend zur „Last Minute Anmeldung“ und steigende Temperaturen haben die Getränkeplanung nicht immer ganz einfach gemacht, dennoch haben wir bei jeder Veranstaltung alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestens versorgen können und viele glückliche Finisher erlebt.

Für unsere Vorzeigeathleten Leif und Lovis war es ebenfalls ein gutes Jahr. Leif konnte als frischer Vater beim Saisonhighlight in Roth mit einer unglaublichen Zeit von 8:05:23 Stunden den Sieg aller Agegrouper holen. Daneben lief es auch bei zahlreichen anderen Rennen wie dem Viking Triathlon sehr gut. Auch für Lovis ging das Jahr schon prima los mit einer neuen Bestzeit beim Eckernförder Stadtlauf. Es folgten ein sehr guter Viking Triathlon und der Titel des Norddeutschen Vizemeisters.

Die Planungen für die Aktiv Tour 2025 laufen und unser Terminplan steht in Kürze fest. In diesem Jahr möchte wir vor allem kleine und mittelgroße Veranstaltungen unterstützen, die durch das Engagement der lokalen Vereine unserer Meinung nach eine besonders gute Organisation und Atmosphäre haben. Die Gespräche mit den Veranstaltern laufen und wir informieren euch in Kürze, welche Vanstaltungen 2025 Teil der Wittenseer Aktiv Tour sind.

Die Wittenseer Aktiv Tour umfasst in diesem Jahr 16 Veranstaltungen.
Darunter sind einige Klassiker wie der Eckernförder Stadtlauf, der Itzehoer Störlauf, der Ostufer Fischhallenlauf und der Kiel.Lauf.
Aber auch einige spannende neue Veranstaltungen sind Teil der Aktiv Tour, beispielsweise das Radrennen „Ascheffel Rund“, der Holtsee Lauf und der Schleswiger Stadtlauf. Im Rahmen des Schleswiger Laufs finden sogar die Landesmeisterschaften über 5 und 10 km statt.
Spannend wird es in diesem Jahr auch beim Viking Triathlon, wo die Norddeutschen Meisterschaften ausgetragen werden.
Wir freuen uns auf die neue Aktiv Tour-Saison und stehen mit unseren leckeren Wittenseer Erfrischungen im Ziel für euch bereit

Seit über 20 Jahren organisieren wir unsere Wittenseer Aktiv Tour. Im Jahr 2023 umfasste sie 14 sportliche Großevents, bei denen stets das Laufen im Mittelpunkt stand. Los ging es bereits Ende April in direkter Nachbarschaft der Wittenseer Quelle, beim Eckernförder Stadtlauf. Es folgten weitere Top-Veranstaltungen, die alle hervorragend organisiert waren. Ein echtes Highlight war beispielsweise die Strecke beim Fischhallenlauf in Kiel, da sie zum Teil nur zu diesem Lauf betreten werden konnte.
Weiter ging es mit dem Itzehoer Störlauf, der immer samstags stattfindet. Er bestach durch eine schöne Strecke und ein wirklich herausragendes Zielareal, in dem viel buntes Rahmenprogramm geboten wurde und gefühlt ganz Itzehoe plus Umgebung zugegen war.
Eine ganz besondere Stimmung erlebten außerdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Anfang Juni beim Heider Stadtlauf – einem Laufevent, das traditionell an einem Freitagabend stattfindet. Der Lauf zwischen den Meeren im Juni und der Kiellauf im September beeindruckten außerdem durch die Masse an Teilnehmenden. Das haben wir in diesem Jahr beim Lauf zwischen den Meeren im Video eingefangen:
Der Viking Triathlon Schleswig, der auch im Jahr 2024 Teil der Wittenseer Aktiv Tour und dann Austragungsort der Norddeutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz sein wird, überzeugte die Startenden in diesem Jahr mit einem sehr einladenden Veranstaltungsareal sowie landschaftlich schönen Strecken entlang der Schlei und vorbei an Schloss Gottorf. Viele Veranstaltungen konnten nach den Corona-Jahren wieder deutliche Zuwächse bei den Teilnehmenden verzeichnen. Die Stimmung war überall äußerst positiv und die Erfrischungen der Wittenseer Quelle waren sehr gefragt.
Für unsere Vorzeige-Athleten Leif Schroeder-Groeneveld und Lovis Lorenz war es ebenfalls ein tolles Jahr. Für Leif Schroeder-Groeneveld ging die Saison mit einem Altersklassensieg an der Côte d Azur gut los. Mit dem Gesamtsieg beim Viking Triathlon in Schleswig im Juni 2023 wurde es dann noch besser. Es folgte die Teilnahme am Spezial-Triathlon im legendären Alpe d’Huez – Schwimmen im eiskalten Stausee, 120 km Radstrecke mit 3.200 Höhenmetern und einem 19-km-Trailrun auf gut 2.000 Meter Höhe, den er als 6. in der Altersklasse und 12. in der Gesamtwertung erfolgreich beendete. Zum Saisonfinale finishte Leif Schroeder-Groeneveld auch seinen dritten Ironman unter der magischen 9-Stunden-Grenze und belegte beim Ironman Portugal den 2. Platz in der Altersklasse und den 7. Platz insgesamt. Kurz darauf wurde der Top-Athlet Vater. Dazu gratulieren wir ganz herzlich.


Für Lovis Lorenz war es ebenfalls ein erfolgreiches Jahr. Bei seinem zweiten Triathlon über die Ironman Distanz im schönen Glücksburg sicherte er sich den Titel des Deutschen Meisters über die Langdistanz in der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen. Eine klasse Leistung des am Wettkampftag erst 22-jährigen Lovis, die auch für 2024 und die folgenden Jahre viel erhoffen lässt.
Die Planungen für die Aktiv Tour 2024 laufen bereits auf Hochtouren und wir werden euch in Kürze informieren bei welchen Veranstaltungen wir 2024 für Erfrischung sorgen.

In diesem Jahr sind 15 Veranstaltungen Teil der Wittenseer Aktiv Tour.
Mit dem Eckernförder Stadtlauf, dem Kaltenkirchener Stadtlauf und dem Itzehoer Störlauf haben die ersten drei Veranstaltungen bereits stattgefunden. Bei allen drei Veranstaltungen war die Stimmung hervorragend und die Teilnehmerzahl lag deutlich über der des letzten Jahres.
Wir freuen uns auf die weiteren Aktiv Tour-Veranstaltungen und stehen mit unseren leckeren Wittenseer Erfrischungen im Ziel für euch bereit.

Im Jahr 2022 umfasste die Wittenseer Aktiv Tour 18 Veranstaltungen. Wir haben uns über neue, erstmalig ausgetragene Veranstaltungen gefreut, die prima organisiert waren und sehr gut ankamen, z.B. der Viking Triathlon in Schleswig. Im Vergleich zu 2019 waren bei allen Veranstaltungen weniger aktive Teilnehmer und Teilnehmerinnen dabei. Interessant zu beobachten, wie sich die „Veranstaltungsszene“ weiterhin entwickeln wird.
Für unseren „Vorzeigeathleten“ Leif war 2022 ein überragendes Jahr. Leif gewann den Ironman Switzerland – und das bei seinem erster Start über die Ironmandistanz. Die Belohnung war die Reise nach Hawaii. Diese trat Leif an und finishte dort unter 9 Stunden. Das alles als in Vollzeit arbeitender, engagierter Berufsschullehrer. Hut ab!!
Aktuell haben wir ein aktives Video mit Leif, unser Nachwuchshoffnung Lovis und den Balteckbars gedreht. Das werden wir bald veröffentlichen, „dann könnt auch Ihr athletisch wie die Profis trainieren“.
Wir planen bereits intensiv die Wittenseer Aktiv Tour 2023, die ersten Zusagen an Veranstalter sind verschickt. Wir werden den Tourplan 2023 in Kürze veröffentlichen.
Trainiert weiterhin fleissig, auch in der dunklen und kalten Jahreszeit, „der Sommersportler wird im Winter gemacht“.





Die Tage nach dem Ironman in der Schweiz habe ich meinen Körper ganz neu kennengelernt…d.h. rückwärts die Treppen runter, gehen nur gestützt und das Bedürfnis nach ganz viel Schlaf! So sehr habe ich meinen Körper noch nie leergesaugt und mit diesem Muskelkater versucht der Körper meinem Hirn zu signalisieren das bitte nie wieder zu tun. Aber der sture Kopf hat sich bekanntlich durchgesetzt und das Hawaii Ticket ist gebucht.
Neben dem Startplatz mussten dann natürlich noch Flüge und die Unterkunft fix gemacht werden, was finanziell genau so geschmerzt hat wie meine Oberschenkel nach dem ersten Ironman. Durch den coronabedingten Ausfall der Ironman WM auf Hawaii im letzten Jahr gab es nahezu doppelt so viele Starter, was entsprechende Auswirkungen auf die Kapazitätsauslastung der Unterkünfte hatte. Finanziell wurde ich dadurch so ans Limit gebracht, dass die Reise kurzzeitig auf der Kippe stand. Zum Glück habe ich einige Supporter die mich dabei unterstützt haben meinen Traum wahr werden zu lassen!
Am 8. Oktober geht es nun erneut auf die Langdistanz und das Ganze dann bei klimatisch sehr herausfordernden Bedingungen. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und wechselnde Winde sind nur einige der großen Herausforderungen die mich dann auf „Big Island“ erwarten werden. Um mich möglichst optimal auf dieses Highlight vorzubereiten, ging es Ende August bereits wieder ins Trainingslager nach Girona (Spanien). Für die Simulation der Hitze ein sehr guter Ort, da dort täglich 35-40 Grad herrschten. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich in europäischen Gefilden leider kaum simulieren, sodass man hierbei auf die Tage vor dem Rennen auf Hawaii bauen muss.
Im letzten Trainingsblock von Mitte August bis Ende September habe ich den Fokus also voll auf hohe Umfänge gelegt und dabei immer folgende Grunddevise verfolgt: Schwitzen, Schwitzen, Schwitzen. Das impliziert warme Kleidung auch bei sommerlichen Temparaturen oder Indoor Rolle fahren und dabei im Zimmer eine Luftfeuchtigkeit von 80-90% zu realisieren. Verletzungsfrei und vor allem Gesund konnte ich alle geplanten Einheiten voll durchziehen und war voller Vorfreude nun endich meine Tasche (n) zu packen!

Nach einer ca. 30 stündigen Reise sind Vatti, Freundin, Gepäck und Fahrrad sicher auf Big Island angekommen. Am ersten morgen bin ich sofort in den Pazifik gesprungen und kann nur sagen: Es ist wirklich das Paradies! Nun hatte ich noch 6 Tage bis zum Rennen – d.h. auch nur 6 Tage um mich an diese unfassbare Feuchtigkeit und Hitze zu gewöhnen.
Die ersten lockeren Trainingseinheiten waren gefühlt eine absolute Katastrophe und ich konnte mir bei bestem Willen nicht vorstellen hier in ein paar Tagen einen Ironman zu machen! Es wurde aber mit jedem Tag ein bisschen besser und ich war optimistisch meine sehr gute Trainingsform hier auf´s Parkett bzw. die Lavawüste zu zaubern!

Der Wecker klingelte um 03:30 Uhr und ich hatte erstaunlich gut geschlafen. Der Wetterbericht sagte wenig Wind und viel Hitze – das ist gut für die Radstrecke aber herausfordernd für den Laufpart. Für mich als Läufer, der vermeintlich gut mit Hitze umgehen kann, also eine sehr gute Ausgangslage. Somit war meine Motivation gefühlt bei 110%. 🙂
Die Stimmung war unfassbar. All das was ich die ganzen Jahre zuvor bis zu 10 Stunden im Fernsehen verfolgt hatte durfte ich nun selber erfahren…und live ist es sogar noch beeindruckender! Der Mythos lebt! Gänsehaut pur!
Der Schwimmstart war sehr ruppig und es gab eine Menge Athleten auf meinem Leistungsniveau – oder anders gesagt: Wir schwammen in einem riesen 400 Athleten starken Pulk und es herrschte viel Chaos! Das Leistungsniveau bei einer WM wie dieser ist doch nochmal etwas anderes und ich konnte mich im vorderen Drittel einordnen. Ich war zufrieden mit diesem Part, hatte aber auch keine Sternstunde. Die Ausgangslage bzw. die Abstände zur Spitze waren aber noch moderat!

Auf dem Rad ging es von der „Herdenbildung“ da weiter, wo es im Wasser aufgehört hat. Das Regelwerk sieht dabei aber gewisse Mindestabstände (Windschattenverbot) vor, sodass hier höchste Aufmerksam von Nöten war um keine Zeitstrafe zu bekommen. Viele Athleten nutzten leider diesen nicht ganz fairen Vorteil, wobei nicht alle entsprechend sanktioniert wurden. Wie schon in der Schweiz war meine Strategie auf den 180km durch die Lavafelder nicht zu viel Zeit zur Konkurrenz nach vorne zu verlieren um mit möglichst „lockeren“ Beinen auf die Laufstrecke zu gehen.
Die Hitze wurde mit jeder Rennstunde unangenehmer und das Kühlen und Verpflegen an den „Aidstations“ war extrem wichtig. Bis auf einen kleinen energetischen Hänger bei Km 130 ging es mir auf dem Rad eigentlich ganz gut, bei Betrachtung meiner Wattwerte bin ich im Nachhinein betrachtet aber etwas zu konservativ gefahren. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer 😉

Nach knapp 5 Stunden in den Lavafeldern und dem am Ende doch recht monotonen Queen K´Highway war es überwältigend, die Menschenmassen in Kona zu sehen. Da schoss das Adrenalin direkt in die Muskeln und ich war richtig heiß auf meiner Paradedisziplin nun die Aufholjagd zu beginnen. Ich lag aktuell irgendwo bei Platz 40 rum, wobei mich zu Beginn des Marathons eher die zeitlichen Abstände interessierten. Ca. 12 Min zu den Top 10 – das könnte bei einer Performance wie in der Schweiz machbar sein!
Die Beine fühlten sich trotz der Hitze und der 6 Stunden „Vorbelastung“ gut an und bei Kilometer 10 waren es nur noch 7 Minuten! Entsprechend aggressiv und mutig bin ich diese Pace bis ca. Kilometer 30 weitergelaufen und hatte zwischenzeitlich lediglich ca. 2 Min bis zu den besten 10 der Welt.
Doch dann hat mich der Mythos des Ironman Hawaii geholt. Die Hitze, die Feuchtigkeit, das wellige Profil und die Einöde dieser Lavawüste…ich bin völlig zusammengebrochen. Völlig überhitzt konnte ich dann auch keine Nahrung mehr in mir halten, sodass ich vermehrt sogar Gehen musste. Die ersten Athleten passierten mich und ich wusste, dass ich von da an quasi rückwärts laufe. Selbst bei Km 41, also einen Kilometer vor dem Ziel war ich mir nicht sicher, ob ich es ins Ziel schaffe. Ich habe wirklich noch niemals so eine körperliche wie mentale Leere verspürt. Es hat mich total gebrochen, aber der Mythos hat zum Glück nicht gesiegt. 🙂 Ich habe zwar einiges an Zeit liegengelassen, aber es dennoch ins Ziel geschafft!
Mit einer Endzeit von knapp unter 9 Stunden war das sogar noch eine richtig gute Leistung! In den letzten Jahren wäre diese Zeit immer mit einer TOP10 Platzierung belohnt worden, aber leider nicht in diesem Jahr. Das Leistungsniveau in der Weltspitze der Amateure ist stark gestiegen und ich habe somit „nur“ den 19. Platz in der meiner Altersklasse belegt. Damit bin ich zwar immerhin 6 bester deutscher aller Amateure, aber für mich persönlich hat dieser Erfolg doch einen kleinen bitteren Beigeschmack, da ich nicht 100% zeigen konnte was ich wirklich kann! Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich in der Zukunft noch einmal die Möglichkeit auch auf Hawaii ein für mich „perfektes“ Rennen hinzulegen! Vielleicht muss ich auch einfach mal lernen zufrieden zu sein mit dem, was man erreicht hat und sollte nicht immer nach dem Optimum zu streben… vielleicht ist es aber auch genau das, was einen Athleten ausmacht?!
Besonders gefreut hat mich, dass diese Leistung auch vom NDR und Landessportverband gewertschätzt wurde und ich zum Sportler des Jahres 2022 in Schleswig-Holstein nominiert wurde!
Nach einer so erfolgreichen Saison wie dieser brenne ich noch mehr für diesen Sport als je zuvor und freue mich auf die Herausforderungen in der nächsten Saison 2023!
#vomNordennachOben
>>> Hier könnt ihr für Leif als Sportler des Jahres abstimmen: https://www.ndr.de/sport/mehr_sport/sportlerwahl/voting1410.html


Am 04.09.2022 fand der Schleswig-Holstein Triathlon statt. Schwimmend, radfahrend und laufend wurde das schönste Bundesland dabei einmal von Ost nach West durchquert.
In Schilksee wurden zunächst 1,5 km in der Ostsee geschwommen. Danach ging es aufs Rad. Die wirklich sehr schöne Radstrecke schlängelte sich über viele kleine, landschaftlich sehr sehenswerte Straßen 108 km lang an die Nordsee nach Husum.
Bei Kilometer ~35 der Radstrecke wartete auf dem Firmengelände der Wittenseer Quelle der erste „Checkpoint“ und gleichzeitig eine Verpflegungsstelle auf die Triathletinnen und Triathleten. Mit aufgefüllten Radflaschen ging es dann weiter Richtung Husum über den 2. Checkpoint im Storchendorf Bergenhusen.
Die 16 km lange Laufstrecke in Husum führte dann entlang der Husumer Küste größtenteils direkt am Deich entlang.
Eine tolle Veranstaltung und Idee.
Zumindest bei dieser Erstauflage wurde der Triathlon als „Sonderformat“ ausgetragen, nicht als klassischer Wettkampf. Das hieß, dass es keine Zeitnahme und keine Siegerehrung gab. Dadurch konnte die Strecke auch als Team gemeinsam in kleineren Gruppen absolviert werden.






Puhh… T-2… also noch zweimal schlafen, dann geht’s los… Dass ich aufgeregt sein würde, war mir klar und ich dachte, darauf hätte ich mich schon eingestellt… Aber wie sich das jetzt wirklich anfühlt: Ganz komisch. Allerdings nicht negativ. Ich bin gerade dabei mir die Zähne zu Putzen und sitze inmitten von Gels mit den unterschiedlichsten Geschmackssorten, Listen mit Dingen, die ich auf keinen Fall vergessen darf und habe einfach das Bedürfnis, jetzt meine Gedanken aufzuschreiben. Danach werde ich wahrscheinlich ganz andere Dinge im Kopf herumschwirren haben.
Eigentlich denke ich aktuell von Tag zu Tag nur daran, was heute gemacht werden muss, damit Sonntag alles rund läuft. Heute waren zum Beispiel das wichtige Beinerasieren und Fahrradkette Reinigen an der Reihe. Währenddessen bin ich sehr konzentriert und ruhig. Glaube ich zumindest. Von außen kann das hier und da auch anders ausgesehen haben. Sobald ich allerdings nichts Richtiges zu tun habe, außer Beine hochlegen, geht es ab im Kopf. Eine ganz seltsame und noch nie dagewesene Mischung aus aufgeregt, nervös, angespannt und euphorisch sein. Heute Abend freue ich mich schon richtig auf Sonntag, gestern war ich mehr nervös und angespannt. Ich glaube wirklich kontrollieren kann ich das nicht. Es kommt, wie es kommt und jetzt muss noch eine ordentliche Mütze Schlaf her, bevor es morgen zum Rad Check-in geht.
Ich fahre mit einer gewissen Unsicherheit nach Glücksburg, die mich über eine mögliche Finish Zeit nur Ungewissheiten ausspucken lässt. Nach meinem letzten Wettkampf in Schleswig war ich drei Wochen krank. Eine davon mit Corona. So ein Sch… da bleibt man fast drei Jahre unberührt und vier Wochen vor dem bisher größten Event sowas. Man hat es halt nicht 100% selber in der Hand. Ich habe mich erst einmal vom Arzt durchchecken lassen, ob alles ok ist und wie und ob ich die letzten drei verbleibenden Wochen trainieren darf. Ich war noch nie so aufgeregt bei einem Arztbesuch. Zum Glück hat alles funktioniert und nicht perfekt waren bis jetzt viele Dinge, die dann doch sehr gut ausgegangen sind! Also mal sehen, was diesmal daraus wird.
Gedanken sammeln, analysieren und lernen
Und schon ist es vorbei… Was eine Erfahrung und was ein Abenteuer! Zuallererst möchte ich einmal Danke sagen, an alle die mich und jeden anderen auf der Strecke unterstützt haben! Ich glaube, als Zuschauer*in ist man sich oft gar nicht bewusst, wie gut man jeder Person tut, die man auf der Strecke anfeuert. Auch, wenn man das als Athlet*in während des Wettkampfes nicht immer so zeigen kann…;) Danke!
Wie soll ich jetzt anfangen? In meinem Kopf ist das Ganze noch etwas durcheinander… Dann eben typisch chronologisch Swim-Bike-Run.
Ich hatte mich wegen der absolut nicht optimalen Vorbereitung gefühlt von Ziel- und Splitzeiten verabschiedet… Aber so ganz schafft man das dann anscheinend doch nicht. Also war die Stunde im Wasser irgendwie immer im Kopf dabei, egal wie es grade lief. Mir wurde vorher gesagt: „Du wirst ein wildes Auf und Ab erleben“, aber dass es schon beim Schwimmen so hoch und runter geht, hätte ich nicht gedacht. Ich wollte mich zum Start aus dem großen Getümmel raushalten und dem Gehacke und Gehaue an der ersten Boje so aus dem Weg gehen, um mir dann eine gute Gruppe zu suchen, in der ich schwimmen konnte. Mit einem sehr guten Start konnte ich mich aus allem raushalten. Erstes Ziel erreicht. Das Füße finden war dann allerdings etwas schwerer. Die erste von zwei Runden schwamm ich gefühlt alleine. Auf den Bildern später habe ich dann allerdings gesehen, dass ich einen kleinen Zug hinter mir hatte. Nicht unbedingt das, was ich mir erhofft hatte, aber wann klappt schon mal alles? Dann kam mein taktisches Meisterwerk: in Runde zwei, fast am Ende der ersten langen Geraden, bog ich eine Boje zu früh nach rechts ab. Als mich die Kanuten anhielten und mir zeigten, dass da noch zwei Bojen waren, um die ich schwimmen musste, sah ich ein Stück entfernt auf der richtigen Strecke die Gruppe die sich hinter mir gebildet hatte. Zum Glück sind sie mir nicht nachgeschwommen! Also mit etwas Ärger und einem kleinen Sprint wieder ran an die Gruppe. So war ich jetzt doch in der Position, in der ich sein wollte. Im etwas kraftsparenden Wasserschatten. Und so ging es dann auch in die erste Wechselzone.

Beutel schnappen, Helm auf, Gels einpacken, Uhr um und ab zum Rad. Bis zum Strich schieben und dann rauf da. Irgendwie war mir ein Lächeln ins Gesicht gesprungen nach dem doch etwas wilden Schwimmen. Aber das ist jetzt vorüber und jetzt etwas runter kommen und eine guten Rhythmus finden. Das gelang mir erstaunlich schnell und ich konnte mich, natürlich immer im Abgleich der Herzfrequenz, auf mein Gefühl verlassen. Nicht überziehen und immer an die Verpflegung denken. Das war das Kredo für die Radstrecke. Hier habe ich mich auf große Aufs und Abs vorbereitet. Vor allem die Abs blieben allerdings größtenteils fern. Ich hatte richtig Spaß. Die Strecke hatte auch alles zu bieten. Von verhältnismäßig flachen Drücker-Passagen bis hin zu kurzen kurvigen Abfahren und kleinen knackigen Anstiegen war alles dabei. Mega! Als man an der Verpflegungsstelle in Glücksburg war, fühlte es sich sogar ein wenig wie Tour de France an. Der Hammer! Und so gingen dann die 5:28 Std. wie im Flug vorbei. Also ab in T2.

Laufen auf rohen Eiern nenne es viele wenn man nach so langer Zeit vom Rad steigt. Ein ganz komisches, schwer zu beschreibendes Gefühl. Der Oberkörper hatte sich so an die Zeitfahrposition gewöhnt, dass er auch einen aerodynamischen Lauf hinlegen wollte, was allerdings eher kontra produktiv wäre. Die erste Runde fühlte sich noch sehr gut und kontrolliert an. Die ersten 5km Tempo schön drosseln und an die Verpflegung denken war hier die Vorgabe. Das funktionierte sehr mäßig. Irgendwie kommt dann der Wettkampf Ehrgeiz hoch und ich dachte, das fühlt sich doch locker und kontrolliert an. Ab Runde zwei fing dann allerdings der Magen an sich zu melden. Der wollte jetzt mal das ganze süße Zeug loswerden und lies mein Tempo immer weiter sinken. Ab Runde drei von sechs war der Kopf dann voll und ganz darauf gepolt, das Ding hier zu Ende zu bringen, koste es was es wolle. Ich bin nicht 3,8km Geschwommen, 180km Rad gefahren und bis hierhin 21 von 42km gelaufen um jetzt aufzuhören. Also Kohlenhydratzufuhr etwas runterfahren, ordentlich trinken und immer weiter laufen. Nach einer kurzen Toilettenpause trat langsam Besserung der Situation ein. Die letzten 1 ½ Runden konnte ich dann wieder fast normal laufen. Soweit das halt am Ende eines solchen Tages geht… Der Zieleinlauf war dann die lang ersehnte Erlösung. Ich hatte es geschafft. 10:44:19h stand auf der Uhr, die mir in dem Moment allerdings vollkommen egal war. Ziel erreicht!

Nie wieder. Das hatte ich danach die ganze Zeit im Kopf. Ich dachte nur: das ist noch nichts für mich. Aber jetzt, zwei Tage später, denke ich schon wieder darüber nach. mich für die nächste Ausgabe des Ostseeman anzumelden. Vielleicht war auch das mit dem Auf und Ab gemeint, was vorher alle gesagt hatten. Ich würde einfach zu gerne wissen, zu was ich mit einer guten Vorbereitung auf der Langdistanz im Stande bin zu leisten und bin jetzt schon am Überlegen, wie man das nächste Jahr planen könnte und was für Trainingsreize im Winter gesetzt werden könnten, um nochmal eine ordentliche Schippe drauf zu legen. Eins ist mir klar: Das war noch lange nicht alles!
Ich habe mich auch spontan dazu entschieden, noch ein letztes Abschluss-Rennen zu machen, um das sehr wilde Wettkampfjahr ausklingen zu lassen. Also werde ich in Norderstedt am 4.9.2022 über die Olympische Distanz einen Haken hinter mein Triathlon Jahr 2022 setzen und noch einmal vor der Saisonpause das Leiden genießen.
Beste Grüße
Lovis

Das Training ist absolviert und das längste Rennen meines Lebens rückt so nah, dass ich nun die Tage bis zum Tag mit meinen Fingern abzählen kann. Mit jedem Tag geht der Ruhepuls gefühlt 10 Schläge höher und es fiel mir schwer konzentriert die Sachen für diese Reise zu packen.
Zunächst also noch einmal das Material auf Renntauglichkeit prüfen…ist der Neoprenanzug noch heil, passt der neue Einteiler, sind die Reifen noch in gutem Zustand, habe ich genug Gels… so oft habe ich glaube ich noch nie meine Tasche überprüft! Entsprechend froh war ich, als ich den den Motor vom Bulli gestartet habe und die Reise endlich losgeht – und es kein zurück mehr gibt. 🙂

Das Ziel war der Ort Thun am gleichnamigen Thunersee. Dort sollte eine Woche später der Ironman Switzerland stattfinden. Ich hatte also eine Woche Zeit mich als norddeutscher Flachlandexperte an die alpine Radstrecke mit ca. 2000 Höhenmetern zu gewöhnen. Um mich optimal vorbereiten zu können bzw. meine größte Angst (die bergige Radstrecke) zu minimieren, habe ich mir den Streckenverlauf der Radstrecke genau angeschaut. Auf der Radstrecke gab es 2 steile Berge mit kurviger Abfahrt und wie der Zufall es wollte, gab es genau dort einen Campingplatz. Perfekt! Nur 400m von der Radstrecke habe ich somit mein Domizil gefunden und konnte mich optimal an die Streckenverhältnisse gewöhnen. In traumhafter Kulisse wurden die Abfahrten immer und immer wieder trainiert, sodass ich guter Dinge war auf diesem Kurs auch technisch einigermaßen mithalten zu können! Der Ort Thun war von hier ca. 15km entfernt, sodass ich nur zum Bike-Check-In, also der Abgabe des Fahrrads vor dem Wettkampf, dort war. Dies war auch gut, da mein Puls direkt spürbar wurde, als ich das ganze Wettkampfareal gesehen habe! Zudem habe ich noch einmal im Thunersee angebadet, der doch kälter war als erwartet und beim Start am nächsten Tag um 07:00 Uhr sicher schnell die Müdigkeit verfliegen lässt.
Der letzte Abend stand ganz im Kontext des „Carbo-Loadings“ – das heißt nochmal ordentlich Kohlenhydrate auf den Teller und ganz früh ins Bett, denn der Wecker sollte um 3:00 Uhr klingeln…und endlich klingelte er. Kaum geschlafen und mit großer Anspannung wollte ich jetzt einfach nur noch loslegen! Das Wetter sollte hervorragend werden: Sonne, kaum Wind und ziemlich warm! Genau mein Ding! Die TOP5 in meiner Altersklasse waren das Ziel – denn das hieße, ich hätte das Hawaii Ticket in der Tasche. Zudem träumte ich von einem SUB9 Finish, also einer Zielzeit von unter 9 Stunden. Zugegeben optimistisch bei 2000 Höhenmetern, aber rechnerisch im besten Fall möglich!
Kurz vor dem Sprung ins kalte Nass hatte ich bei der Kulisse und dieser Stimmung bereits Gänsehaut – Wahnsinn! Ich war bereit für den Ironman!

Der Start verlief überraschend ruhig und geordnet. Das kannte ich aus meinen Mitteldistanzrennen anders…aber heute war die Renndauer auch eher 9 Stunden als 4 Stunden lang. Schnell hatte ich ein paar gute Füße in einer Gruppe gefunden, an denen ich im Wasserschatten komfortabel mitschwimmen konnte. Vor lauter Adrenalin habe ich die Kälte auch nicht mehr gespürt und ein Blick über die Wasseroberfläche nach vorn suggerierte mir, dass ich ziemlich weit vorne im Starterfeld war.
Dazu noch die aufgehende Sonne, die sich über die Berggipfel kämpfte…da hätte ich auch noch weiterschwimmen können 😉 Aus dem Wasser kommend wurde mir von meiner Supportcrew zugerufen, dass ich bereits auf Platz 5 in meiner Altersklasse war und der Rückstand nach vorne nicht groß war. Insgesamt lag ich irgendwo in den TOP20. Zudem konnte ich auf einer Uhr eine Zeit von deutlich unter einer Stunde ablesen, was für ein Finish für unter 9 Stunden notwendig wäre. Das Schwimmen lief also voll nach Plan!
Nun kam der längste Part des Tages. Die Vorgabe von meinem Coach Nils Goerke war hier niemals mehr als die abgesprochenen Wattwerte zu treten und exakt auf Flüssigkeitszufuhr sowie Ernährung zu achten. Das heißt brav alle 20 Min ein Gel zu essen oder ein spezielles Kohlehydratgetränk zu trinken. Der Blick war dabei besonders am Berg immer auf dem Tacho, damit ich nicht zu intensiv pedaliere. Tritt man nämlich auch nur für kurze Zeit zu intensiv, muss der Körper Energiereserven anzapfen, die man sich lieber sparen sollte. 😉
Die zu absolvierende Strecke war auf 2 Runden aufgeteilt, wobei es in Thun ein Wendepunkt gab. Das heisst logischer Weise, dass man nach 90Km sehen kann, auf welchem Platz man aktuell liegt. Auch wenn ich sehr fokussiert war, war ich mir sicher, dass ich mehr Athleten überholt habe als überholt worden zu sein! Es war also sehr spannend abzuzählen, auf welchem Rang ich lag. 1 Athlet, 2,3,4…dann kam schon die Wende. Platz 5?! Von allen Athleten?! Und meine vermeintiche Paradedisziplin sollte ja noch kommen! Das gab einen riesigen Motivationsschub! Jetzt nur nicht überpacen und locker durchfahren!
Gesagt, getan! Auf den zweiten 90Km hat mich keiner mehr überholt und ich ging auf Platz 5 von allen Athleten auf die Laufstrecke!

Der abschließende Marathon verlief flach auf 3 Runden aufgeteilt am Ufer des Thunersees und durch Stadt Thun, wo die Menschenmengen eine riesen Stimmung machten! Auf Platz 5 insgesamt liegend wusste ich, dass sogar die Altersklasse egal ist, da ich diesen Rang theoretisch einfach nur halten müsste. Auch in der dritten Diszipliniert hielt ich mich an die Vorgaben…zumindest fast: „Laufe nicht unter 4:00 Minuten/Km an“ war die Vorgabe. Die ersten Kilometer waren alle unter 4 Minuten und mir wurde zugerufen, dass die 4 Athleten vor mir alle deutlich langsamer waren.
Ich sammelte Stück für Stück einige Athleten ein und fühlte mich von der Euphorie getragen mit jedem Kilometer besser (subjektiv). Ich war wie im Tunnel und habe es einfach genossen! Bei Kilometer 35 kam ein Wettkampfrichter auf dem Fahrrad zu mir und sagte, dass ich gleich die Führung des gesamten Feldes übernehmen würde. Kurz darauf begleitete mich das Führungsfahrzeug. Sowas kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen. Was passiert hier?! Wahnsinn! Die letzten Meter habe ich einfach nur noch genossen und die Euphorie aufgesogen!


Was ein Zieleinlauf! Was für Emotionen! Man munkelt sogar ich hätte eine Träne im Gesicht gehabt. 🙂 Danke Schweiz! Danke!! Fast schon nebensächlich wurde dabei meine Zielzeit: 8:43 Stunden! Das war ein Marathon in 2:47 Stunden…ich hätte wirklich nie gedacht, dass mein Körper zu einer solchen Leistung im Stande ist! Gänsehautmomente für die ich einfach nur dankbar bin!
Von diesen ganzen Eindrücken völlig überfordert habe ich auch diese Nacht fast nicht geschlafen..und das nächste kleine Highlight stand ja noch bevor: Die Siegerehrung und die Slotvergabe für den Ironman Hawaii! Ja, ich habe es tatsächlich geschafft! Ich habe mich für den Ironman Hawaii qualifiziert!
Aber jetzt geht´s erst einmal ein paar Tage „sportfrei“ in den Urlaub bevor ich dann voller Vorfreude die Vorbereitungen für den Mythos Hawaii in Angriff nehme!
Bis dahin heißt es also jetzt:
#Vom Norden nach Kona!

Moin, ich bin Lovis, 21 Jahre alt und der neue hier auf der Wittenseer Seite.
Ich bin gebürtiger Kieler und, ehrlich gesagt, möchte ich hier auch gar nicht weg. Ich lebe, arbeite, studiere und trainiere hier liebend gerne. Für mich ist Bewegung, Sport und Abwechslung immer ein Teil meines Lebens gewesen und eigentlich immer der größte. Angefangen habe ich, wie fast jeder Junge, mit Fußball. Über Tennis, Basketball, Football (mega Idee bei meiner Statur) und Ultimate Frisbee bin ich dann doch tatsächlich beim Triathlon gelandet. Hört sich erst einmal nicht nach dem typischen Werdegang eines Triathleten an, ist es auch nicht, allerdings bin ich schon als kleiner Pöks fasziniert gewesen von den Wettkämpfen, an denen mein Vater teilgenommen hat. Nachdem wir ihn als Familie begleitet und unterstützt hatten, bin ich gerne mehrere Tage hintereinander mit kreiselnden Armen und einer Flasche Wasser, die natürlich über dem Kopf ausgeleert wurde, durch den Garten gelaufen und habe Triathlon gespielt.
Ein richtiger Rookie bin ich mittlerweile nicht mehr, denn meinen ersten Triathlon habe ich bereits 2018 bestritten. So richtig Bock bekommen und meinen Fokus gefunden habe ich allerdings erst durch meine erste Mitteldistanz 2021, worauf im selben Jahr gleich die zweite folgte. Ich liebe das Abenteuer-Gefühl auf solchen Strecken und durch mein Studium der Sportwissenschaft und Pädagogik ist für mich jetzt auch die nötige Abwechslung vorhanden, damit ich mich fokussierter ins Training stürzen kann.
Denn das große Ziel in diesem Jahr ist, so komisch es sich anhören mag, herauszufinden, ob mir Langdistanzen auch Spaß bringen. Also habe ich mich dazu entschlossen, am Ostseeman Glücksburg 2022 teil zu nehmen. Auf dem Weg dorthin ging es für mich am 25.6.2022 zur Mitteldistanz nach Schleswig. Der extrem gut organisierte und zum ersten Mal stattfindende Viking Triathlon hatte schon sehr viel von einem großen Sport Event und fühlte sich wie der perfekte Ort an, um sich an ein solches Feeling zu gewöhnen. Auch das Wetter spielte hervorragend mit, wobei 2-3 Grad weniger wahrscheinlich etwas angenehmer für mich nordischen Sportler gewesen wären.
Mit einer durchaus guten Schwimmzeit stieg ich aus der Schlei und war absolut angefixt von der Stimmung auf dem Event Gelände, jetzt auf dem Rad meinen Plan in die Tat umzusetzen und dann einen ordentlichen Halbmarathon zu absolvieren. Der Anfang war echt gut, allerdings bekam ich ab km 30 auf dem Rad Probleme, welche sich auch in der Herzfrequenz widerspiegelten. Mit Atemproblemen und einem allgemeinen Unwohlsein wollte ich dennoch unbedingt mein letztes Rennen vor dem Ostseeman finishen. Über den Halbmarathon und vor allem die kräftezehrenden Anstiege – ja, die gibt es in Schleswig wirklich – quälte ich mich noch unter 4:55 Std. ins Ziel. Ob das jetzt die schlauste Idee gewesen ist, kann man auf jeden Fall in Frage stellen. Danach hieß es bei gefühlten 30 Grad im Schatten sofort zum Wittenseer-Stand, trinken, trinken, trinken und dann einfach in die Schlei fallen lassen.
Mit dem Wissen, zu was ich im Stande bin zu leisten, bin ich mit dem Ergebnis nicht so ganz happy. Allerdings kann ich mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Es läuft halt nicht immer rund und ich muss noch Vieles lernen. Also Staub abschütteln und Motivation für das nächste Event sammeln. So freue ich mich jetzt schon wie ein kleines Kind auf die zweite Ausgabe des Viking Triathlons.

Jetzt geht es in die letzten Vorbereitungswochen für den Ostseeman erst einmal um Prüfungen in der Uni und dann für zwei Wochen in die Berge um den letzten Feinschliff zu vollenden.
Bleibt erfrischt und schaut gerne wieder mal vorbei.
Beste Grüße
Euer Lovis
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