Vom Norden nach Oben – Auf dem Weg zum Ironman 2022

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Die neue Saison beginnt aus  sportlicher Sicht bekanntlich mit dem ersten Rennen – ein Blick auf die Uhr verrät, dass die Umstellung auf die Sommerzeit ein Indikator dafür ist, dass es bald soweit ist!

Bis hierhin mussten wir Nordlichter ganz stark sein, denn statt Sonne und angenehmer Brise war eher Regen angesagt…und der kommt hier bekanntlich eher von vorn 😉

 

Aus diesem Grund bin ich zu Beginn der Saisonvorbereitung zum Jahreswechsel in den Süden geflogen, um unter der kanarischen Sonne die ersten Grundlagenkilometer zu sammeln. Hohe Umfänge und wenig wettkampfspezifische Belastungen zeichnen diese Phase aus, sodass vermehrt Kaffeepausen und Trainingseinheiten ohne akribische Zeitüberwachung den Trainingsalltag bestimmten. Besonders an die längeren Radausfahrten muss ich mich dabei gewöhnen, aber bei Sonne satt, leeren Straßen und Ausfahrten auf 2000m Höhe geht das Ganze prima voran!

 

Die Trainingsphase bis zum Frühjahr ist wichtig, um die Grundlagen für den Sommer zu legen… oder anders gesagt:

„Von nix kommt nix.“

 Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren habe ich besonders beim Radfahren deutlich mehr Umfänge realisieren können. Auch beim Laufen steht quasi wöchentlich ein langer Lauf von 20-27 Kilometern auf der Trainingsplan. Und beim Schwimmen? Ja beim Schwimmen ist vom Umfang noch Potential, aber auch hier konnte meine Wochenumfänge etwas steigern. Kritisch betrachtet ist hier aber sicherlich weiterhin Luft nach oben 😉

 

Aber dieses Jahr soll richtig was passieren! Der erste Ironman steht an.

 

Als ich vor ca. 3 Jahren angefangen habe leistungsorientiert bei meinem Coach Nils Goerke zu trainieren, war schon zu diesem Zeitpunkt mein Fernziel klar formuliert die Ironman WM Hawaii!

Von „Null nach Hawaii“ ist dabei natürlich nicht ganz realistisch, zumal die 3,8 Km Schwimmen, 180 Km Rad sowie der Marathonlauf zum Schluss auch erst einmal geschafft werden müssen. Also wurde ein Aufbau von 2-3 Jahren geplant, um dann mit entsprechender körperlicher Entwicklung und Erfahrung dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Ein reines „Finish“, also das Erreichen der Ziellinie, ist dabei nicht mein primäres Ziel. Mein Ziel ist es mit einer guten Leistung das Ziel zu erreichen und das maximale aus meinem Potential rauszuholen! Was dann als Platzierung dabei herauskommt und ob es für eine Qualifikation für die Ironman WM auf Hawaii reicht, werden wir dann sehen. Ich bin auf jeden Fall optimistisch, höchst motiviert und jetzt schon aufgeregt! Bis dahin müssen aber noch so einige Trainingskilometer absolviert werden.

 

Die aktuelle Form ist vielversprechend:

 

Schwimmen:

Der Weg ins Schwimmbad fällt mir immer schwer. Bin ich erstmal dort bzw. im Wasser ist das alles kein Problem. Ist man allerdings eh schon müde zu Haus und sieht den Regen gegen die Fensterscheiben prasseln und hat einen 20min Radweg zum Schwimmbad vor sich, sieht das schon ganz anders aus. Der innere Schweinehund hat hier und da das Duell auf jeden Fall gewonnen und das steht bei mir definitiv auf der „Verbesserungsagenda“! Als aus Triathlon Sicht zu bezeichnender „Nichtschwimmer“ ist es mein Ziel die Schwimmumfänge pro Woche auf 14-16 Km zu erhöhen, was etwa 4 Km pro Schwimmtraining beinhaltet. Das ist zum Vergleich zum Vorjahr ebenso ein Fortschritt, wobei der Coach da lieber höhere Zahlen sehen würde. Aber immer „tranquilo“. 😊

 

Rad:

Auf dem Rad bin ich gespannt was ich besonders in den ersten Wettkämpfen abliefern kann. Hier „drücke“ ich momentan nicht unbedingt viel höhere Wattwerte als im Vorjahr, aber dafür kann ich in wettkampfspezifischen Belastungsbereichen länger fahren und merke, dass ich mich deutlich schneller erhole. Das ist natürlich für den anschließenden Lauf im Triathlon eine gute Voraussetzung!

 

 

Lauf:

Meine Paradedisziplin. Grundsätzlich bin ich beim Laufen immer froh, wenn der Körper mitmacht, denn das Verletzungsrisiko bzw. die Gefahr einer Überlastung ist hier aufgrund der Gelenkbelastung doch am größten. Mit den vermehrt hohen Umfängen, die eine Marathonvorbereitung mit sich bringt ist es hier besonders wichtig auf seinen Körper zu hören. Bei aktuell Wochenumfängen von 60-90 Km „höre“ ich bisher zum Glück nichts und konnte alles wie geplant umsetzen. Besonders erfreulich war das Ergebnis eines Testlaufs, der aus dem Training heraus absolviert wurde. Dort konnte ich über 10 Km im Alleingang eine Zeit von 31:40 Minuten realisieren. Das ist ca. 1 Minute schneller als im Vorjahr (bei schlechteren Bedingungen und gleichem Carbonschuh 😉). Eigentlich wollte ich dabei bei einem Straßenlauf eine offiziell vermessene Strecke laufen, aber der Lauf wurde leider abgesagt. Diesmal war nicht Corona der Grund, sondern ein Sturm…das kann in 2022 hoffentlich nur besser werden!

 

 

 

Nun steht im April das nächste Trainingslager an – es geht wieder auf die Kanaren. Meinem absoluten Lieblingstrainingsdomizil! Der Schwerpunkt liegt dort beim Radfahren, da Wetterbeständigkeit und die anspruchsvollen Berg optimale Voraussetzungen sind, um die Form zu steigern.

 

Im Mai stehen dann die ersten Rennen. Hoffentlich. Wer weiß was auf der Welt noch so passiert. Ich glaube aber daran bzw. hoffe sehr, dass die Saison wie geplant stattfindet und nehme für mich die Sommerzeitumstellung als Startschuss für die nächste Trainingsphase wahr.

 

Dabei immer das Ziel vor Augen!

#vomNordennachOben

 Beste Grüße

Leif

 

 

 

 

 

22. Itzehoer Störlauf, 14.05.2022
Die Offseason ruft! Aber vorher nochmal die Rennen...

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